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Familienforschung

Sie möchten sich auf die Spuren Ihrer Vorfahren in Ingolstadt begeben? Dann sind sie im Stadtarchiv genau richtig!

Das Stadtarchiv verwahrt verschiedene Quellen, anhand derer Sie Informationen über Ihre Vorfahren in Ingolstadt gewinnen können.

Personenstandsregister

Seit dem Jahr 1876 werden Geburten, Eheschließungen und Sterbefälle in Bayern durch die Standesämter in amtlichen Personenstandsregistern dokumentiert. Sie enthalten Eintragungen zur gesuchten Person und gegebenenfalls Informationen über die Eltern, Ehepartner oder Kinder. Geburten, Eheschließungen und Sterbefälle werden immer dort eingetragen, wo sie sich ereignet haben.
Im Stadtarchiv befinden sich nur Personenstandsregister der Stadt Ingolstadt und den eingemeindeten Ortsteilen, deren Fortschreibungsfristen bereits abgelaufen sind.

Fristen

  • Geburtenbücher: 110 Jahre
  • Heiratsbücher: 80 Jahre
  • Sterbebücher: 30 Jahre

Somit werden derzeit folgende Personenstandesregister im Stadtarchiv Ingolstadt aufbewahrt [Stand 2023]:

  • Geburtenbücher von 1876 bis 1912
  • Heiratsbücher von 1876 bis 1942
  • Sterbebücher von 1876 bis 1992

Die Personenstandsregister können im Lesesaal auf Tablets eingesehen werden. Für die Einsichtnahme ist eine vorherige Kontaktaufnahme notwendig, damit wir Ihnen die gewünschten Einträge bereitstellen können. Auch eine schriftliche Auskunft aus den Personenstandsregistern ist möglich.
Das Stadtarchiv kann keine Urkunden im Sinne des Personenstandsgesetzes ausstellen. Es ist jedoch möglich Ihnen eine beglaubigte Kopie anzufertigen.
Sollten Sie Einträge aus Personenstandsregistern benötigen, deren Fortschreibungsfristen noch nicht abgelaufen sind, wenden Sie sich bitte an das Standesamt Ingolstadt.

Für die Zeit vor der Einführung der amtlichen Personenstandsregister sind Kirchenbücher die einzige systematische Aufzeichnung über Lebensdaten von Personen. Sie enthalten Informationen über kirchliche Handlungen wie Taufen, Trauungen und Todesfälle bzw. Begräbnisse. Kirchenbücher werden in den zuständigen kirchlichen Archiven aufbewahrt. Für Ingolstadt sind dies das Diözesanarchiv Eichstätt (Kirchenbücher katholischer Gemeinden) sowie das Landeskirchliche Archiv der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (LAELKB) (Kirchenbücher evangelischer Gemeinden).

Einwohnermeldekarteien

Neben den Personenstandsregistern sind auch die Einwohnermeldekarteien eine wichtige Quelle für die Familienforschung. Auf ihnen sind neben den Geburts-, Heirats- und Sterbedaten auch Angaben zu Eltern und Kindern, Meldeadressen sowie Zuzugs- und Wegzugsorte zu finden.

Im Stadtarchiv befinden sich die Einwohnermeldekarteien der Stadt Ingolstadt von ca. 1918 bis 1955 sowie Karteien der eingemeindeten Ortsteile Brunnenreuth, Dünzlau, Etting, Friedrichshofen, Gerolfing, Hagau, Mailing, Oberhaunstadt, Ringsee und Zuchering.
Die Meldeüberlieferung vor 1918 ist nicht mehr vorhanden, da die Kartei bei einem Brand im Rathaus zerstört wurde.

Eine Einsichtnahme einzelner Meldekarten im Lesesaal ist nach datenschutzrechtlicher Prüfung durch das Archivpersonal grundsätzlich möglich. Sollte die betreffende Meldekarte noch datenschutzrechtlichen Fristen unterliegen, ist eine Vorlage nicht möglich. Eine Kontaktaufnahme vor Ihrem Besuch ist nötig, damit wir die entsprechenden Meldekarten vorbereiten können. Aus den Einwohnermeldekarteien kann auch schriftlich Auskunft erteilt werden.
Sollten Sie Meldeauskünfte aus der Zeit nach 1955 benötigen, wenden Sie sich bitte an das Bürgeramt Ingolstadt.

Weitere Quellen

Weitere Unterlagen wie zum Beispiel Bürgerakten, Familiendokumente (Nachlässe), Briefprotokolle oder Fotografien können ebenfalls für Ihre Recherche von Interesse sein.
Gerne berät Sie das Archivpersonal, welche bestände für Ihre persönliche Familienforschung in Frage kommen könnten.
Im Lesesaal stehen die Ingolstädter Adressbücher aus dem Bestand der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek kostenfrei zur Benutzung bereit. Zur Einsichtnahme in die Adressbücher ist keine Voranmeldung nötig.

Tipps und Hinweise

Durch eine vorherige Anmeldung beim Stadtarchiv Ingolstadt – telefonisch oder schriftlich – können unnötige Anfahrtswege, Wartezeiten und Kosten vermieden werden. Wir unterstützen Sie bei Ihrer Recherche und bereiten die gewünschten Unterlagen für Ihren Archivbesuch vor.

Damit Ihre Ahnenforschung zum gewünschten Ergebnis führt, ist es sinnvoll, diese in der Gegenwart zu beginnen und sich Generation um Generation in die Vergangenheit vorzuarbeiten. Das Überspringen von Jahrhunderten während der Recherche oder das Sammeln von Daten über Träger des zufällig gleichen Namens kann auf Irrwege oder zu falschen Ergebnissen führen.

Familienforschung im Stadtarchiv Ingolstadt ist gebührenpflichtig. Die Gebühren richten sich nach der Satzung über die Gebühren für die Benutzung des Stadtarchivs Ingolstadt.