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Termine und Events


Aktuelle Sonderausstellung:

Über das Jahr hinweg:

03. September 2022: Bei der Nacht der Museen am 3. September heißt es dann „Das hat uns gerade noch gefehlt: Frauen, die dichten und denken auf ihre eigene Art!“ Martin Valdeig und Margret Gilgenreiner bringen den ZuhörerInnen am Abend im unterhaltsamen, von Musik begleiteten Dialog die Furcht der Männer vor denkenden und dichtenden Frauen nahe und zeigen den Mut der Frauen auf, sich in die Welt der Dichter und Denker zu wagen.

November 2022: Knut Schnurer gratuliert abschließend der Fleißer mit seinen Zeichnungen zu den Pionieren zum Geburtstag. Die Schau wird ab November 2022 laufen.


Museumspädagogische Programme und Führungen ergänzen die Palette der Angebote.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetpräsenz der Museumspädagogik: Museumspädagogik


3. Juni 2022: Schenkung an das Marieluise-Fleißer-Archiv

Bild vergrößern: Schenkung der Künstlerin Irmhild Koeniger-Rosenlechner
Von links: Doris Wittmann (Leiterin Marieluise-Fleißer-Haus), Beatrix Schönewald (Leiterin Stadtmuseum), Kulturreferent Gabriel Engert, Andreas Betz (Marieluise-Fleißer-Gesellschaft) und die Künstlerin Irmhild Koeniger-Rosenlechner mit ihrem Ehemann. (Foto: Zentrum Stadtgeschichte / Rössle)

Große Freude bereitete die Dortmunder Künstlerin Irmhild Koeniger-Rosenlechner dem Marieluise-Fleißer-Archiv als sie ihre Arbeiten zu Marieluise Fleißer in Form einer Schenkung übergab.

Nach dem Studium der Fächer Kunst, Deutsch und Geschichte in Hamburg und Dortmund wandte sich Koeniger vornehmlich grafischen Techniken zu: Zeichnungen, Collagen, Aquarellen und den verschiedensten Tiefdrucktechniken, in neuen Arrangements oder seltenen Techniken wie z.B. reiner Aquatinta. Sie ordnet ihre Arbeit in drei große Themenkreise ein:
1. Landschaft und Leute
2. Arbeiten zu Texten, beispielsweise Canetti, Droste-Hülshoff, Goethe, Heine, Lorca, Thomas Mann, Mörike, Sylvia Plath, Zuckmayer.
3. Politische Grafik: Antikriegszyklen, Umwelt, Frau und Gesellschaft.

Anlässlich des 100. Geburtstags von Marieluise Fleißer setzte sie sich mit Biographie und Werk, speziell den Erzählungen der Ingolstädter Literatin auseinander und schuf unterschiedliche Grafiken. Sie schreibt dazu:
Da Marieluise Fleisser meiner Auffassung nach ihren Figuren teilweise autobiografische Züge verliehen hat, habe ich für ihre Frauenfiguren häufig Anleihen bei ihrer eigenen Jugend – Fotoporträts - genommen. Es gibt ein '' Facelift Porträt '', bei dem über das Altersgesicht das Jugendgesicht als Folie zum Hochheben gelagert ist. Die Fassungen der Erzählungen ''Der Apfel'' und ''Ein Pfund von 1928, sind Zeichnungen/Collagen, mit Spiegelfolie und Aquarellstiften/Lumocolorstiften ausgeführt.

Die sieben Zeichnungen zu den Erzählungen sind in cobaltblau und orangenen Aquarellstiften ausgeführt, um die gesellschaftliche Kälte; die ''Erinnerungsfrequenz'' der Autorin zu zeigen.
Die Titel „Der Apfel“, „Ein Pfund Orangen“, „Abenteuer aus dem Englischen Garten“, „Stunde der Magd“, „Moritat vom Institutsfräulein“, „Die Ziege“, „Hölderlin in einer Berliner Kneipe“ entstanden alle 2001.
Sie wurden für den ''Hans Meid Preis für Illustrationen'' in der Villa Griesebach in Berlin gezeigt. Berühmte Frauen wie Sibylle Merian, Annette von Droste-Hülshoff und Marieluise Fleißer waren zu ihrer Zeit mit künstlerischen Aufbrüchen zukunftsweisend.

Seit 1975 zeigte Koeniger ihre Arbeiten in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland. Ihre Werke befinden sich in privatem und öffentlichem Besitz, mehrere Kataloge von ihr sind seither erschienen. sie ist Mitglied im BBK Westfalen und erste Vorsitzende des Westfälsichen Künstlerbundes Dortmund, engagiert sich zudem ehrenamtlich in verschiedenen Juries.